Der Integrierte Gesundheitscampus Bremen (IGB) versteht sich als strategische und kreative Klammer

    für ein Netzwerk von Akteur:innen aus den Bereichen Gesundheitswissenschaft, Ausbildung von Gesundheits- und Pflegeberufen, Gesundheitswirtschaft und Gesundheitswesen mit dem Ziel,
    1. das bremische Potential sichtbar zu machen, als Innovationszentrum für eine agile Gesundheitsregion Impulse zu setzen, Synergien zu erzeugen
      1. und das Thema Gesundheit im Lande Bremen nach vorne auf die politische Agenda zu bringen.

Move your legs and your body will follow!

Prof. Dr. Stefan Görres

Der von der Senatorin für Wissenschaft und Häfen in Kooperation mit der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz initiierte Integrierte Gesundheitscampus Bremen (IGB) dient dem Aufbau eines system- und sektorendurchlässigen Gesundheitscampus Bremen als landespolitische Zielsetzung im Wissenschafts- und Gesundheitssektor, wie sie im Koalitionsvertrag (vgl. Vereinbarung zur Zusammenarbeit in einer Regierungskoalition für die 20. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft 2019-2023, S. 102) und im Wissenschaftsplan formuliert wurde:

im Koalitionsvertrag für die 20. Wahlperiode:

  • Gesundheitscampus etablieren
  • Bremen zu einer führenden Gesundheitsregion entwickeln

im Wissenschaftsplan 2020: 

  • stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit und Pflege
  • Ent­wicklung eines regional und überregional sichtbaren Bremischen Formats

Außerdem in der Studie des Instituts Arbeit und Technik  (IAT) der Westfäli­schen Hoch­schule (2018)  im Auftrag der Arbeitnehmerkammer Bremen

  • „Bremen könnte seine vielfältigen wissenschaftsbasierten gesundheitswirtschaftlichen Schwer­punkte und Aktivitäten unter dem Dach eines Gesundheitscampus zusammenfassen.“

    • Professionalisierung und Akademisierung von Gesundheits-, Pflege- und Therapieberufen

      Ein zentrales Anliegen des Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB) ist die breite Professionalisierung und Akademisierung von Gesundheits-, Pflege- und Therapieberufen – einschließlich der Schaffung von Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Ausbildungssystemen – horizontal und vertikal. Damit wird ein Beitrag zur Fachkräftesicherung und hochwertigen Versorgung geleistet. Einer fundierten Fachausbildung in den Gesundheits- und Pflegeberufen folgt in Bremen konsequent die Möglichkeit, sich akademisch mit einem Bachelor- und Master-Studium und gegebenenfalls einer Promotion weiterzuqualifizieren. Dies erhöht die Attraktivität der Berufsfelder.

 

    • Qualifizierte Fachkräfte in das Land holen

      Vor allem muss es darum gehen, qualifizierte Fachkräfte in das Land zu holen, im Land auszubilden und an das Land zu binden. Verlässlichkeit, Professionalität und Qualität des Gesundheitswesens werden damit ebenso nachhaltig gestärkt wie das Ansehen und die Wertschätzung der Berufe selbst. Dies betrifft nahezu das ganze Spektrum an relevanten Gesundheitsberufen: Pflegende, Therapeut:innen, Hebammen, Medizintechnik und Medizin. Bremen muss eine Magnetwirkung für Fachkräfte entfalten

 

    • Dauerhafte Etablierung der Marke „Health Science Bremen“

      Die Gesundheitsforschung soll durch die Gründung koordinierter Forschungsverbünde sowie die Einrichtung eines Forschungsclusters „Gesunde Stadt“ vorangetrieben werden. Die systematische Bündelung der Forschungskompetenzen bildet nicht nur die Basis für die kontinuierlich erfolgreiche Einwerbung kompetitiver Drittmittel, sondern ist auch als Nucleus für innovative Entwicklungen zu verstehen, an deren Ende die dauerhafte Etablierung der Marke „Health Science Bremen“ stehen soll. Dabei sollen vor allem die demografischen Gegebenheiten, regionalen Besonderheiten und spezifischen Bedarfe im Land Bremen in den Blick genommen werden.

 

    • Strategische Transferbündnisse zwischen Forschung und Praxis

      Über strategische Transferbündnisse zwischen Forschung und Praxis i.S. von Best Practice sollen Forschungsergebnisse gezielt und unmittelbar der Optimierung und innovativen Wandlungsprozessen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung zugute kommen. Die Übertragung von Ergebnissen von der Grundlagen- über die klinische bis hin zur Versorgungsforschung und deren Umsetzung in die Praxis ist ein zentrales Anliegen des Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB). Der Aufbau eines Transferzentrums könnte ein interessantes Nebenprodukt sein.

 

    • Vom Thema Gesundheit getriebene Technologieparks, Kompetenzzentren und Think Tanks

      Ein systematischer Wissens- und Technologietransfer ist Teil einer Wertschöpfungskette und soll u.a. einen erkennbaren Beitrag zu neuen Industrieansiedlungen (Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen) am Standort z.B. i.S. eines vom Thema Gesundheit getriebenen Technologieparks, Kompetenzzentrums oder Think Tanks leisten. Die Digitalisierung wird eine wesentliche Rolle einnehmen, wenn es darum geht, im regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können, den Herausforderungen des digitalen Wandels effizient zu begegnen und nachhaltig zu stärken.

 

  • Etablierung einer agilen Gesundheitsregion in Bremen und der Metropolregion Nordwest

    Der Integrierte Gesundheitscampus Bremen (IGB) wird zu einem maßgeblichen Katalysator für die Qualität der regionalen Gesundheitsversorgung. Die Kooperation mit Krankenkassen, regionalen Gesundheitsversorgern und Einrichtungen des Gesundheitswesens, Partner:innen in der Gesundheitswirtschaft und Gesundheitswissenschaft führt zur Etablierung einer agilen Gesundheitsregion in Bremen und der Metropolregion Nordwest.

Gender Mainstreaming ist für den Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB) eine Verpflichtung und die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ein wichtiges Ziel. In allen Vorhaben und Projekten wird die Gleichstellungsperspektive in enger Absprache mit allen Beteiligten zum Anspruch, um damit der Anforderung zur Umsetzung von Gender Mainstreaming nicht nur nachzukommen, sondern zum Prinzip zu erheben. Gender Mainstreaming bedeutet für den Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB), eine Gleichstellungsperspektive in alle Abläufe der Planung und Umsetzung seiner Aktivitäten zu integrieren und Genderaspekte bei der Weiterentwicklung strategischer Überlegungen zu berücksichtigen.

Im Aufbau.

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